Veranstaltungen der Spielzeit 23/24
In der Spielzeit 23/24 haben sich die Freunde Luzerner Theater zu folgenden Veranstaltungen getroffen:
Das war: «Das Sommerfest der Freunde!» 2023
Auch zu Beginn dieser Spielzeit feierten die Freunde nach der Mitgliederversammlung ihr mittlerweile traditionelles Sommerfest in und neben der Box. Anja Meyer wurde nach einem Jahr als Präsidentin der Freunde verabschiedet, weil sie sich einer neuen Aufgabe widmet: ab der Spielzeit 2023/24 hat sie das Amt der Stiftungsratspräsidentin des Luzerner Theaters inne.
Nach dem offiziellen Teil durften wir uns bei sommerlichen Temperaturen kulinarisch verwöhnen lassen. Es gab Würstchen vom Grill, Getränke und Glacé und wir durften eine tolle Atmosphäre an der geöffneten Box geniessen.
Das war: INSIDE Schauspiel «Orestie»
Bühnenbegehung und Gespräch
Zu Beginn der Spielzeit stand eine unglaubliche Rauminstallation im Theatersaal: DAS HAUS ist eine 150 Jahre alte Mosterei aus dem Luzerner Hinterland, die sich über die Bühne bis in den Zuschauerraum hinein erstreckte.
Um diese Raumbühne zu realisieren, wurden 880 Laufmeter handgebeilte Holzbalken positioniert, ein 980 Kilogramm schwerer Plexiglasboden in den ersten Stock des HAUSES eingelassen und 8.8 Tonnen Holz verbaut. Das Ergebnis war ein eindrücklicher Bühnenbau, der das Verhältnis Zuschauer – Bühne neu befragte und es erlaubte, Theater hautnah mitzuerleben.
Auf dieser besonderen Bühne inszenierte Katja Langenbach die «Orestie». Die Freunde durften exklusiv noch vor der Premiere das Haus begehen und liessen sich vom Hausszenografen Valentin Köhler, der für DAS HAUS verantwortlich zeichnete, von der Idee hinter dem Projekt und vom Prozess bis hin zur Realisierung erzählen.
Das war: INSIDE Luzerner Theater «Akademie Reflektor»
Adventskalender und Einblick in die Akademie
Seit Beginn der Intendanz von Ina Karr beheimatet das Luzerner Theater ein besonderes Weiterbildungsprogramm für Berufsanfänger: in der Akademie Reflektor werden junge Menschen, die ihr Berufsleben am Luzerner Theater starten, begleitet, gecoacht und können erste Erfahrungen sammeln, wenn sie innerhalb des Formats «Nachtschicht» erste eigene Projekte realisieren. Das Besondere ist, dass sich dieses Angebot nicht nur auf Menschen bezieht, die im darstellenden Bereich in den Beruf einsteigen, sondern auf alle Berufsgruppen, sei es im Bühnenbild, in der Veranstaltungstechnik oder in der Regie.
Ein Projekt, das aus der Akademie Reflektor hervorging, ist die räumliche Gestaltung des Adventskalenders, bei dem an jedem Abend im Dezember eine Überraschung auf das Publikum wartet.
So durften wir an diesem 4. Dezember der Lesung eines eigenen Textes von Rudi Grieser, Regieassistent im Schauspiel, lauschen. Im Anschluss daran gab der künstlerische Leiter des Reflektors, Valentin Köhler gemeinsam mit Laura Franke, der administrativen Leiterin, einen Einblick in die Akademie. Das Luzerner Theater hat in diesem Punkt ein eindeutiges Alleinstellungsmerkmal, das über die künstlerische Qualität hinausweist. Dies wurde für die Anwesenden an diesem Abend deutlich.

Das war: INSIDE Oper «La Bohème»
Probenbesuch und Nachgespräch
Einige wenige Wochen vor der Premiere von «La Bohème» durften wir, nachdem wir von Dramaturgin Johanna Mangold eine Einführung erhalten hatten, den Proben für die Inszenierung in einem frühen Stadium beiwohnen. Die grosse Chorszene, die an diesem Abend geprobt wurde, wurde zum ersten Mal zusammengesetzt und schnell war deutlich, wie viel Arbeit, genaue Absprachen und auch Geduld nötig sind, bis eine ganze Inszenierung auf der Bühne steht. Es war eindrücklich zu sehen, wie genau die Regisseurin Lucia Astigarraga arbeitete und sich jedem einzelnen Darsteller auf der Bühne zuwandte.
So kam bei den Begegnungen nach der Probe denn auch genau das zur Sprache: das, was am Premierenabend so leicht und selbstverständlich wirkt, ist in Wirklichkeit harte Arbeit und erfordert die Konzentration von sehr vielen Beteiligten. Hier waren die Freunde einmal mehr in der glücklichen Position, solche Theatermomente jenseits der Vorstellung live mitzuerleben.
Im Nachgespräch durften sie die Ensemblemitglieder zu ihrer Arbeit befragen und erlebten die Begeisterung, die sie für ihren Beruf an den Tag legen.

Das war: INSIDE Tanz «Hemmige»
Künstlergespräch und Probenbesuch
Muhammed Kaltuk war schon zum zweiten Mal eingeladen worden, eine Produktion für TanzLuzern zu entwerfen. Der in Basel ansässige Choreograf, der ursprünglich aus dem kommerziellen Bereich des Hiphops kam, gab den Freunden einen Einblick in seine Arbeit, erzählte von seiner Motivation, von seiner Inspiration und davon, wie es ist, mit einem Tanzensemble in einem institutionellen Theater zu arbeiten und nicht, wie er es sonst gewohnt ist, mit seiner eigenen Kompanie.
Muhammed «Muhi» Kaltuk erzählte frei von der Leber und schnell hat er es geschafft, seine Leidenschaft für den Tanz zu vermitteln und hat gleichzeitig mit seiner Person begeistert. Er ist ein einfühlsamer Künstler, der sehr neugierig ist und seine Umgebung wirklich zu begeistern versteht.
In der darauffolgenden Probe durften die Freunde diesen Eindruck bestätigt sehen und sich von der Arbeit des Ensembles im Dialog mit Muhi selbst begeistern lassen.
