Ausstellung mit Werken von Pravoslav Sovak
Im Rahmen der Produktion von «Requiem für einen Gefangenen»
Indirect Messages (1970–72)
Im Rahmen der Produktion von «Requiem für einen Gefangenen»
Parallel zu den Vorstellungen von «Requiem für einen Gefangenen» findet auf dem Balkon des Foyers eine Ausstellung statt. Diese thematisiert mit ausgewählten Grafiken des tschechischen Künstlers Pravoslav Sovak (1926–2022) den Verlust von Heimat, Identität und allgemeine Sinnfragen menschlicher Existenz. Damit und durch weitere Berührungspunkte spannt sich ein Bogen zwischen dem Bildenden Künstler und den Komponisten der beiden Werke des Musiktheaterabends. Sovaks ausgestellte Blätter aus «Indirect Messages» (1970–72) verstehen sich wie Zelenkas und Dallapiccolas Musikwerke als eindrückliche Botschaften auf der Suche nach Freiheit und der unantastbaren Würde des Menschen, die allen dreien auf persönliche Weise wichtig war.
Mehr Informationen zur Pravoslav Sovak Stiftung
- Ausstellung vom 16. März bis 4. Mai 2025. Öffentliche Kurzführungen durch die Ausstellung am 16. April, 18.45 bis 19.00 Uhr, und 4. Mai, 17.45 bis 18.00 Uhr.

Vita Pravoslav Sovak
1926: Geburt und Kindheit in Vysoké Mýto/Ostböhmen
1941: Abweisung durch alle Gymnasien im Protektorat Böhmen und Mähren
1942–1944: Ausbildung an einer Privatschule für Grafik und Design in Prag, danach an Keramikfachschule von Bechyně (Südböhmen) mit Abschluss 1944
1945: Totaleinsatz in einer Chemiefabrik und bei Befestigungsarbeiten an der Front in Ostmähren. Studium in Prag an der Hochschule für Angewandte Kunst
1946–1953: Reise nach Paris und Assistenzstelle an der Palacky Universität in Olomouc (bis 1949). Rückkehr nach Prag 1953
1954–1959: Vertiefte Auseinandersetzung mit Malerei und grafischer Kunst
1963: Erste Einzelausstellung mit Malerei und grafischer Kunst
1963: Erste Einzelausstellung in Kassel und Reise nach Bern
1967: 1. Preis der Triennale der Farbgrafik in Grenchen
1968: Verlässt am 21. August die Tschechoslowakei und emigriert nach Deutschland
1969: Umzug nach Luzern
ab 1970: Regelmässige Aufenthalte und Ausstellungen in den USA
1975–1991: Professur für Freie Grafik an der Fachhochschule Köln für Kunst und Design
1978: Umzug nach Hergiswil (Bürgerrecht 1987 und Staatsbürgerschaft Schweiz)
1980–1986: Aufenthalte in Europa und USA. Entstehung wichtiger Mappenwerke und Blätter. Bedeutende Ausstellungen in europäischen Metropolen
1987–1990: Reise durch Frankreich. Gründung des Freundeskreises Pravoslav Sovak in Emmetten (1990–2019)
1992–2008: Internationale Retrospektiven. Beginn digitaler Drucke
2010–2012: Entstehung von Collagen
ab 2014: Weiterhin grosse Ausstellungen, die seine Verdienste im Bereich Grafik würdigen
2020: Gründung der Pravoslav Sovak Stiftung Hergiswil
2021: 95. Geburtstag: Ausstellungshommage im Museum Kampa in Prag
2022: Pravoslav Sovak stirb in seinem Haus in Hergiswil am 10. Juni
Spieldaten
Mi 16.04.
18.45 - 19.00 Uhr
Führung
Führung
Ausstellung Pravoslav Sovak
Im Rahmen der Produktion von «Requiem für einen Gefangenen»
So 04.05.
17.45 - 18.00 Uhr
Führung
Führung
Ausstellung Pravoslav Sovak
Im Rahmen der Produktion von «Requiem für einen Gefangenen»